Die Schere im Kopf: Kinder als Opfer der Verhältnisse
Kinder und Jugendliche sind bei Eigentumsdelikten nicht nur besonders "prominent" vertreten. Mehr als andere Bevölkerungsgruppen laufen sie auch Gefahr, Opfer von Diebstahl, Raub, Erpressung und Nötigung zu werden. Die Täter sind zumeist Schulkameraden oder Angehörige gleichaltriger Cliquen.
In der jüngsten Vergangenheit wurden Jugendliche im Zusammenhang mit Raubdelikten in steigender Zahl als Opfer registriert. Eine Ursache für diese Entwicklung liegt allem Anschein nach in den veränderten Lebenssituationen heutiger Jugendlicher. Blickpunkt "Sozialhilfe": Immer mehr Kinder und Jugendliche sind auf staatliche Versorgung angewiesen. Andererseits gibt es immer mehr "übersättigte" Einzelkinder, denen jeder Wunsch von den Augen abgelesen wird. Anders gesagt: Die soziale Schere klafft immer weiter auseinander.
Nicht anders als bei den Erwachsenen stehen Markenartikel als Statussymbole bei Kindern und Jugendlichen in hohem Ansehen. Wenig verwunderlich also, dass "Wohlstandskinder" immer öfter Opfer von sozial weniger privilegierten Gleichaltrigen werden, die sich das, was sie sich finanziell nicht leisten können, einfach nehmen - durch Diebstahl, Raub oder Erpressung.




